Dort, wo Verkehrsregeln missachtet werden, kann es gewaltig „scheppern“ – Blechschäden, Verletzungen und Kollateralschäden sind die Folge. Doch nicht nur im Straßenverkehr, sondern auch im menschlichen Zusammenleben braucht es klare Regeln, damit das Miteinander gelingt. Da wir heute im Kleinen wie im Großen – gesellschaftlich, politisch und wirtschaftlich – immer häufiger erleben, dass Verhaltensregeln missachtet werden, stellt sich die Frage: Wie gelingt ein unfallfreies Miteinander? Auf was kommt es an, damit wir gut gemeinsam leben können?
Genau diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Ausstellung „Verkehrsschilder der Gerechtigkeit“, die seit letzter Woche in unserem Foyer zu sehen ist und im Rahmen der Caritaskampagne in Isny einen besonderen Akzent setzt.
Schuljahresbeginn mit starken Zeichen
Das Thema begleitete unsere Schulgemeinschaft bereits direkt zum Start ins neue Schuljahr. Mit einem besonderen Eröffnungsgottesdienst in der Kirche St. Maria stimmten sich die Schülerinnen und Schüler auf die kommenden Monate ein. Gemeinsam mit den Religionslehrkräften und Diakon Jochen Rimmele gestalteten sie den Gottesdienst aktiv mit: In drei kleinen Anspielen veranschaulichten sie, was Gerechtigkeit und ein gutes Miteinander im Schulalltag konkret bedeuten, und trugen auch die Fürbitten selbst vor.
Ein besonderer Blickfang waren die „Verkehrsschilder der Gerechtigkeit“, die zu Beginn feierlich in die Kirche getragen wurden. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Lehrerband – ein musikalischer Höhepunkt war dabei das Lied „So viel schöner“ von SOPHIA. Nach dem Gottesdienst zogen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den Schildern durch die Stadt zurück zur Schule – so wurde die Botschaft von Gemeinschaft und Gerechtigkeit auch außerhalb der Kirchenmauern in Isny sichtbar.
Ein internationales Kunstprojekt von Kindern und Jugendlichen
Initiator des Projekts ist der mehrfach ausgezeichnete Nürnberger Konzeptkünstler Johannes Volkmann. Die Motive der Schilder sind bei der 4. Gipfelkonferenz der Kinder im Jahr 2021 entstanden. Rund 500 Kinder und Jugendliche aus verschiedenen europäischen Ländern – darunter Deutschland, Moldawien, Österreich, Italien, Polen, Griechenland, Rumänien und die Ukraine – haben gemeinsam Symbole für Gerechtigkeit und ein gelingendes Zusammenleben entwickelt. Inzwischen wandern die Schilder durch viele Länder Europas oder sind als dauerhafte Installationen zu sehen.
Impulse für Gespräch, Diskussion und Miteinander
So wie jede und jeder bei einem normalen Verkehrsschild sofort weiß, welches Verhalten gefordert ist, laden die „Verkehrsschilder der Gerechtigkeit“ dazu ein, innezuhalten und den eigenen Kompass für das Zusammenleben zu hinterfragen.
Jedes Schild ist mit prägnanten Impulsen versehen, die zum Nachdenken, Austauschen und Diskutieren anregen. Für Klassen und Lerngruppen bietet es sich besonders an, in kleinen Gruppen von Schild zu Schild zu gehen und anhand der Impulse miteinander ins Gespräch zu kommen.
Ausstellung noch bis zum 16. Oktober im Foyer
Die Ausstellung ist vom 4. Oktober bis zum 16. Oktober bei uns im Foyer aufgebaut. Alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte sind herzlich eingeladen, die Ausstellung in diesem Zeitraum zu nutzen, die Kunstwerke auf sich wirken zu lassen und eigene Perspektiven zu entwickeln.