Lebensretter von morgen

Siebte Klassen absolvieren das „Löwen retten Leben“-Training

Am Mittwoch, den 15.07.2026, verwandelte sich der Gymnastikraum der Rainturnhalle in ein Trainingszentrum für Lebensretter. Für alle siebten Klassen stand ein ganz besonderer und mittlerweile fest etablierter Termin auf dem Stundenplan: das Reanimationstraining der Initiative „Löwen retten Leben“ (LRL).

Das Ziel dieses jährlichen Aktionstags ist klar: Die Jugendlichen lernen, wie sie im Ernstfall bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand schnell und entschlossen handeln können.

Starkes Teamwork auch ohne Notarzt

Da der Notarzt Herr Laupheimer in diesem Jahr leider verhindert war, ließen sich die Verantwortlichen nicht ausbremsen – schließlich liegt der Schule dieses Projekt sehr am Herzen. Die ausgebildeten LRL-Lehrkräfte unserer Schule, Herr Müller, Herr R. Kathan und Frau Dieing, übernahmen kurzerhand den gesamten Vormittag in Eigenregie und führten die Klassen souverän durch das Training.

Warum schnelles Handeln über Leben entscheidet

Jede Schulstunde startete mit einem kurzen Theorie-Input: Warum ist der Herz-Kreislauf so wichtig? Was passiert bei einem Stillstand und wie viel Zeit bleibt zum Handeln?

Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich sichtlich beeindruckt von den harten Fakten:

  • Jährlich erleiden in Deutschland zwischen 50.000 und 100.000 Menschen einen Herz-Kreislauf-Stillstand.
  • Die Überlebensrate liegt hierzulande aktuell bei gerade einmal rund 10 %.
  • Im europäischen Vergleich hinkt Deutschland damit hinterher. Andere Länder zeigen, dass durch frühe Aufklärung und Training deutlich höhere Überlebenschancen möglich sind.

Genau hier setzt das Projekt an: Je früher man lernt zu helfen, desto selbstverständlicher wird es im Ernstfall. Die Siebtklässler prägten sich dafür die drei entscheidenden Schritte ein:

PRÜFEN – RUFEN – DRÜCKEN

Schweißtreibende Praxis an den Übungsmodellen

Nach der Theorie folgte der praktische Teil. Dank der baden-württembergischen Initiative „Löwen retten Leben – in Baden-Württemberg macht Wiederbelebung Schule“ verfügt unsere Verbundschule über eine spezielle LRL-Übungstasche mit 15 lebensechten Übungsmodellen (die alle weiterführenden Schulen bis 2018 einmalig kostenlos erhalten haben).

In Zweierteigen ging es an die Herzdruckmassage. Schnell mussten die Schülerinnen und Schüler am eigenen Leib erfahren: Reanimation ist Hochleistungssport! Zwei Minuten ununterbrochenes Drücken – was von außen spielend leicht aussieht – brachte den einen oder die andere ordentlich ins Schwitzen. Dennoch bissen sich alle durch und hielten die geforderten zwei Minuten tapfer durch.

Für den perfekten Takt von ca. 100 Schlägen pro Minute hatten die Lehrkräfte musikalische Unterstützung im Gepäck: Zu den Klängen von „Yellow Submarine“ wurde im richtigen Rhythmus gedrückt. Wer es moderner oder klassischer mochte, erfuhr, dass im Ernstfall auch Songs wie „Atemlos“ von Helene Fischer oder das „Pippi Langstrumpf“-Lied im Kopf den perfekten Beat liefern.

Tatkräftige Unterstützung durch die Schulsanis

Ein großes Dankeschön geht an unsere engagierten Schulsanitäterinnen Elsa und Maleen (beide Klasse 7b) sowie Magdalena (Klasse 9b). Sie unterstützten die Lehrkräfte den ganzen Vormittag über tatkräftig bei den Praxisphasen und ließen es sich am Ende nicht nehmen, selbst eine schweißtreibende 2-Minuten-Runde an den Puppen mitzupowern.

Fazit des Tages: Ein rundum gelungener und extrem wichtiger Vormittag! Unsere Siebtklässler sind nun bestens geschult und haben das Werkzeug im Gepäck, um im Ernstfall Leben zu retten.