Was macht eine Klasse zu einem echten Team? Wie gelingt es, die eigene Meinung mutig zu vertreten und gleichzeitig anderen respektvoll zuzuhören? Und wie lernt man, sich in kniffligen Situationen selbst zu kontrollieren und erfolgreich mit jedem Mitschüler zusammenzuarbeiten? Mit diesen zentralen Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5a bis 5f im Rahmen ihres Intensiv-Sozialtrainings. Jede Klasse nahm sich dafür bewusst zwei volle Tage Zeit, um abwechslungsreiche Übungen durchzuführen und bei gemeinsamen Spielen den Zusammenhalt nachhaltig zu stärken.
Menschenrechte im Schulalltag hautnah gelebt
Ein zentraler Baustein der Trainingstage war die Auseinandersetzung mit den Menschenrechten und deren Übertragung auf den täglichen Umgang in der Schule. Gemeinsam erarbeiteten und vertieften die Fünftklässler drei fundamentale Grundregeln für ihr Zusammenleben:
- Körperliche Unversehrtheit: Ich verletze niemanden am Körper.
- Seelischer Respekt: Ich verletze niemanden an der Seele.
- Achtung von Eigentum: Ich achte das Eigentum anderer.
Diese Leitlinien dienten als Orientierung, um den Schülerinnen und Schülern aufzuzeigen, wie ein sicheres und gewaltfreies Miteinander im Schulalltag gelingen kann.
Selbstkontrolle und Teamgeist im Fokus
Neben den theoretischen Grundlagen stand vor allem das praktische Handeln im Vordergrund. Die Kinder trainierten gezielt ihre Selbstkontrolle und übten, eigene Standpunkte klar zu formulieren, ohne andere dabei vor den Kopf zu stoßen. Bei kniffligen Kooperationsaufgaben erlebten sie hautnah, dass jede Klasse erst dann ihr volles Potenzial entfaltet, wenn wirklich jeder mit jedem zusammenarbeitet – unabhängig von bestehenden Freundschaften.
Wertschätzende Rückmeldung durch Lob- und Wunschbriefe
Um den Austausch untereinander zu fördern und die eigene Wahrnehmung zu schärfen, nutzten die Klassen sogenannte „Lobbriefe“ und „Wunschbriefe“. Durch diese schriftlichen Rückmeldungen gaben sich die Kinder gegenseitig wertschätzende Feedbacks. Sie hoben hervor, was Mitschülerinnen und Mitschüler besonders gut machen, wiesen aber auch feinfühlig darauf hin, an welchen Stellen noch Verbesserungsbedarf besteht.
Am Ende der zwei Intensivtage blickten alle Beteiligten auf wertvolle gemeinsame Erfahrungen zurück – ein wichtiger Schritt für mehr Respekt, gelebten Zusammenhalt und ein starkes Wir-Gefühl an der Verbundschule!