Am Donnerstag, den 26. Februar 2026, verwandelte sich Isny wieder in eine riesige Aktionsfläche für die berufliche Zukunft. Von 17 bis 21 Uhr öffneten zahlreiche Betriebe ihre Tore zur 4. Isnyer Nacht der Ausbildung. Auch viele Schülerinnen und Schüler unserer Verbundschule waren mit dabei, um die Arbeitswelt von morgen schon heute live zu erleben.
Frühlings-Premiere: Der perfekte Zeitpunkt
Dieses Jahr gab es eine wichtige Neuerung: Die Ausbildungsnacht fand erstmals im Frühjahr statt statt wie gewohnt im Oktober. Der Grund? Viele Betriebe wollten direkt nach den Halbjahreszeugnissen Präsenz zeigen. Das Ziel war klar: Wer im September 2026 seine Ausbildung beginnen möchte, konnte an diesem Abend letzte Zweifel ausräumen, Kontakte knüpfen oder sogar schon das Vorstellungsgespräch für den Sommer eintüten.
Fünf Standorte – Unendliche Möglichkeiten
Das Besondere an der Isnyer Nacht ist die enge Zusammenarbeit der Unternehmen. An fünf zentralen Knotenpunkten präsentierten sich die Firmen – oft boten große Betriebe den kleineren Manufakturen Platz auf ihrem Gelände an.
- Gewerbegebiet Nord & Leutkircher Straße: Hier drehte sich alles um Handwerk und Tradition. Ob bei Kriegl Fensterbau, dem Sägewerk Poschenrieder oder der Bäckerei Mayer – wer Holz, Stein oder Teig liebt, war hier goldrichtig.
- Achener Weg: Technik-Fans kamen bei Stahlbau Schwärzler oder Elektro Weiss voll auf ihre Kosten. Auch die Polizei Ravensburg war vor Ort und informierte über den spannenden Alltag im Streifendienst.
- Mittelösch: Das "Power-Zentrum" mit Schwergewichten wie Dethleffs, EDELRID oder der Volksbank Allgäu-Oberschwaben. Hier wurde deutlich, wie international Isny aufgestellt ist – von Outdoor-Equipment bis zum modernen Banking.
- Ziegelstadel: Bei der Blaser Group, der Stadtverwaltung oder dem Stephanuswerk wurde die ganze Bandbreite von hochmoderner Produktion bis hin zu sozialen und administrativen Berufen sichtbar.
Anpacken statt nur Zuschauen
Der Slogan „Interaktiv, persönlich und vor Ort“ war Programm. Es ging nicht um trockene Flyer, sondern um echte Action:
- In der Werkhalle: Mutige durften sich ans Steuer eines echten LKW setzen oder mit modernen Scannern Süßigkeiten kommissionieren, als wären sie bereits fest im Team.
- Im Handwerk: Es wurden Brezeln geschlungen, Werkstoffe bearbeitet und erste Erfahrungen mit Profi-Werkzeugen gesammelt.
- Im Gespräch: Der Austausch auf Augenhöhe stand im Fokus. Ob mit den Azubis im ersten Lehrjahr, den erfahrenen Ausbildern oder den Chefs persönlich – keine Frage blieb unbeantwortet. Besonders spannend war die Entdeckung von "Nischenberufen": Wo sonst kann man in einer Nacht gleichzeitig etwas über die Ausbildung zum Büchsenmacher oder zum Seiler erfahren?
Mobil und vernetzt
Dank des kostenlosen Busshuttles, der zwischen 17:00 und 21:30 Uhr im 20-Minuten-Takt kreiste, war die Orientierung kinderleicht. Viele Schüler nutzten die Fahrtzeit, um sich mit Freunden über die eben besuchten Stationen auszutauschen oder den nächsten Stopp zu planen.
Unser Fazit: Die Isnyer Nacht der Ausbildung ist und bleibt ein Highlight im Kalender unserer Berufsorientierung. Wir freuen uns über die vielen positiven Rückmeldungen unserer Schüler, die mit Praktikumsplätzen im Gepäck und einem klareren Plan für ihre Zukunft nach Hause gegangen sind.
Ein herzliches Dankeschön geht an die Initiative der Isnyer Unternehmen, das Büro für Stadtmarketing und Isny Aktiv für die tolle Organisation!